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Segeln in der Bootsklasse 505

 
Klassenzeichen 505
  • Schnellste der klassischen Einrumpfjollen
  • Zweimann-Jolle
  • Regatten auf sehr hohem Niveau
  • Alte und neue Boote treten gegeneinander an
  • Bunte Mischung der Segler


Allgemeines zur 505er

Ein neues Boot ist in der Anschaffung sehr teuer. Gebrauchte, ältere Boote können bei Regatten aber mithalten.


Das Finanzielle

Grundausstattung: ab 2.500 €
Preis gebraucht: zwischen 2.500 und 25.000 €
Preis für ein neues Boot: ab 30.000 €
Kosten für Einlagerung im Winter: Abhängig vom Wohnort und der Art des Winterlagers
Kosten für Mitgliedschaft in einem Segelverein: Je nach Verein zwischen 12 und 600 € im Monat
Kosten für Liegeplatz: je nach Revier (180 € in Kiel, bis zu 600 € an der Alster)

 


Technische Daten

Länge: 5,05 m
Breite: 1,94 m
Größe Segel: ca. 12 m²
Größe Fock: ca. 4,5 m²
Größe Spinnaker: ca. 24 m²
Masthöhe: ca. 7,80 m²
Gewicht: 127,4 kg
Transportmöglichkeit: Trailer 
aktive Segler in Deutschland: etwa 200 aktive Segler

Anforderungen & Voraussetzungen

Anzahl d. Personen: 2                              
Klasse: Internationale Einheitsklasse 
Alter: 14 – 80, Regatten 20 und 60
Gewicht: 140 – 160 kg
Körpergröße: egal 
Körperliche Fitness: einigermaßen fit sein und etwas Kraft mitbringen 
Mögliche Reviere: See- als auch auf Binnenrevieren
Segelschein: keine
Kompetenzen: Geduld, Technisches Verständnis 

Ein typischer Tag für den Segler:

In der Klasse gibt es eine aktive Regattaszene. Viele Segler sind daher ausschließlich auf Regatten anzutreffen. Wir trainieren nach Möglichkeit 1x während der Woche oder segeln als Training die Mittwochsregatta mit. Am Wochenende geht es dann zu den Ranglistenregatten. Neben den meist 5 Wettfahrten an einem Wochenende, ist ein weiterer Schwerpunkt des 505er-Segelns das gesellige Miteinander beim Bier. Der Austausch von Tipps und Tricks bei einem Blick ins Boot, das Wiedertreffen von alten Bekannten lassen ein Regattawochenende zu einem netten Event werden - ganz egal ob man vorne oder hinten im Feld unterwegs ist.     -    Katharina Menge, GER 8806 


Besonderheiten der Bootsklasse 505

Das Besondere ist, das man einen 505er mit dem selben Crewgewicht sowohl bei 1,5 als auch bei 6 Windstärken gut segeln kann. Die vielen Trimm- und Verstellmöglichkeiten des Riggs ermöglichen auch auf dem Wasser eine gute und schnelle Anpassung an die Gegebenheiten. Die Leichtigkeit mit der das Boot auf der Welle oder in einer Bö beschleunigt, die Bootsgeschwindigkeit und seine Wendigkeit machen das Boot einmalig unter den klassischen Zweimannjollen und fasziniert seine Segler.

Besonders ist auch die weitreichende Konstruktionsfreiheit in der Beschlagsausrüstung. Diese hat über die Jahre zur ständigen Weiterentwicklung der Bootsklasse beigetragen und viele Innovationen hervorgebracht.  

Merkmale

  • Schnellste der klassischen Einrumpfjollen
  • in Deutschland mit ca. 200 Seglern weit verbreitet
  • "Pershing"-System und die Spinnaker-Trompete ermöglichen ein schnelles und unkompliziertes Spi-Handling
  • viele Leinen und Verstellmöglichkeiten
  • Grundausstattung: Mindestens 1 Satz Segel (Fock, Groß, Spinaker), Slipwagen oder Sliptrailer
 

Wettkampf / Regatta

Das optimale Crewgewicht liegt bei 145-155 kg. Steuermann um die 65-75 kg, Vorschoter ca. 80-90 kg. Weltmeisterschaftsrennen wurden bereits von Crews mit einem Gewicht zwischen 145-190 kg gewonnen. Die Spanne ist also sehr groß, was nicht zuletzt den guten Trimmmöglichkeiten des 505ers zu verdanken ist. Ca. 20 in Deutschland.

Eine Weltmeisterschaft findet jedes Jahr, abwechselnd in Europa und Übersee statt. Die Europameisterschaft wird alle 2 Jahre durchgeführt, immer in den Jahren in denen die Weltmeisterschaft in Übersee stattfindet.

Die Deutschen Meisterschaften werden jedes Jahr veranstaltet. Dabei wird jährlich zwischen einem Binnen- und einem Seerevier abgewechselt.

In Deutschland gibt es etwa 200 aktive Segler und Seglerinnen, In der Rangliste sind derzeit ca. 80 Schiffe geführt, die regelmäßig an Regatten teilnehmen. Weltweit gibt es in 25 Ländern geschätzte 2000 Segler. Regatten werden auf sehr hohem Niveau und in großen Feldern gesegelt, da viele ehemalige Olympiateilnehmer und Kadersegler aus anderen Bootsklassen in den 505er gewechselt haben.

 


Medien

 

 

Fotos


Downloads / Links

Datenblatt:

Klassenvereinigung

Nur die Teilnahme an Meisterschaften erfordert eine Mitgliedschaft in einem DSV-Verein. Für die Teilnahme an Ranglistenregatten und Meisterschaften ist die Mitgliedschaft in der Klassenvereinigung erforderlich.  

 

Expertenmeinung zum 505er-Segeln

Der 505er ist die schnellste der klassischen Einrumpfjollen. Sie gleitet mit beachtlicher Geschwindigkeit am Wind und unter Spi kann man richtig Gas geben. Das „Pershing“-System und die Spinnaker-Trompete ermöglichen ein schnelles und unkompliziertes Spi-handling. Die vielfältigen Trimmmöglichkeiten, machen es möglich das Boot bei allen Bedingungen gut handeln zu können. In keiner anderen Bootsklasse habe ich so viel über Trimm gelernt, wie im 505er.

Die vielen Leinen und Verstellmöglichkeiten im Boot wirken auf den ersten Blick verwirrend. Man muss etwas Geduld und Zeit mitbringen um das richtige Trimmen des Bootes zu erlernen. Aber 505er Segler sind hilfsbereit und unterstützen Neulinge in der Klasse gerne.

Die Bootsklasse ist aber nicht für Anfänger geeignet. Segelgrundlagen – auch zum Spisegeln- sollten vorhanden sein. Es ist jedoch auch für einen weniger erfahrenen Segler möglich mit einem erfahrenen Mitsegler zu Segeln. 

Profi-Tipp 

505er-Segel werden von verschiedensten Segelmachern hergestellt. Pinell und Bax (England) sowie Bojsen-Möller (Dänemark) sind auf 505er-Segel spezialisiert. Auf Regatten und über die Webseite der Klassenvereinigung gibt es einen guten Gebrauchtmarkt.  

Profi-Tipp

Es gibt etwa eine Handvoll Werften in Europa die 505er bauen. Auf der Webseite der Klassenvereinigung findet man außerdem einen guten Gebrauchtmarkt. Da die Boote recht langlebig sind, ist ein Neuboot nicht unbedingt erforderlich.  

Profi-Tipp

Je neuer das Boot ist, desto weniger Zeit verwendet man auf Instandhaltungsarbeiten, Umbauten und Anpassungen der Leinenführungen. Wer gerne bastelt und schraubt kann in den 505er viel Zeit investieren.  


Fazit zur Bootsklasse 505er 

 

Sympathisch ist auch die Bodenständigkeit und Hilfsbereitschaft in der Klasse. Bei Regatten wird kaum protestiert, strittige Situationen werden beim Bier danach geregelt. Wer sich also mehr an Party und Bier als an einer Protestverhandlung erfreuen kann, ist hier richtig. Die bunte Mischung der Segler macht die Klasse attraktiv. Männer, Frauen, von der Jugend bis zu Senioren, Halb-Profis, Amateure haben alle eins gemeinsam: Sie sind echte Enthusiasten, und lieben es ein Boot zu Segeln, was nur wenige Segler unbeeindruckt lässt.  

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