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Andreas

Andreas

Webseite: http://andreasdeubel.com


 

Fragen und Antworten

 

Du hast die Mini Transat gesegelt und Dir damit einen Traum erfüllt. Was waren die absoluten Highlights dieser Reise?

Das besondere Highlight an der Mini Transat ist diese ganz andere Art zu leben. Du erfährst diese Zeit in einer ganz anderen Intensivität. Alles ist so unglaublich aufregend und einmalig. Die letzten 3 Wochen vor dem Start waren besonders intensiv, weil Du praktisch jeden Tag dabei warst akribisch Punkt für Punkt Deiner Vorbereitungsliste abzuarbeiten, dabei an diversen Meetings, Security Checks, und Sponsorenveranstaltungen teilzunehmen und zwischendurch noch diverse Interviews und Gespräche mit Magazinen und Fans abzuhalten. Nach diesen vielen Terminen und auch währenddessen bist Du dabei Dein Boot in den endgültigen Zustand vor dem Start zu bringen, bist dabei letzte Details zu verändern, beschäftigst Dich mit der Navigation, verpackst Deine Essensrationen in Tagesrationen und und und…Dann irgendwann,,,kommt Deine Familie und will sich von Dir verabschieden und dabei sein wenn es los geht und dann wird dir klar, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt…es geht los. Die kommenden Wochen bist Du allein, dann bist Du eins mit Dir, Deinem Boot und der Umwelt um Dich herum. Dieses Leben an Bord, diese tägliche Routine, das meistern der Schwierigkeiten (Siehe z.B. Mastvideo https://www.youtube.com/watch?v=oIYqM1YN6rA ), die Momente wenn Du einem Konkurrenten begegnest oder Delfine Dich besuchen, wenn die Essensration gut geschmeckt hat, ja dass alles zusammen sind diese ganz besonderen Highlights die erst zusammen ein großes Ganzes ergeben. Tief in Erinnerung ist mir allerdings der Moment geblieben, als mich mein Freund und zugleich Konkurrent Oliver Tessloff beim Zieleinlauf auf Gran Canaria als erster in Empfang genommen hat. Diese herzliche Umarmung von jemandem der genau weiß was Du gerade die letzten 13 Tage durchgemacht hast, das war etwas ganz besonderes was ich nicht vergessen werde.

Was vermisst Du am meisten an dieser Erfahrung?

Alles, wirklich alles. Wenn ich könnte, dann würde ich sofort wieder an Bord gehen und weiter machen. Aber auch die Menschen bzw. Konkurrenten mit denen man das gemeinsam erlebt hat. Die vermisse ich sehr. Mit bestimmten Menschen wirst Du wahrscheinlich immer eng verbunden sein und diese Menschen lange nicht zu sehen und mit ihnen zu reden, dass vermisse ich sehr.

Eine so weite Strecke auf einem so kleinen Boot zurückzulegen ist für die meisten Menschen unvorstellbar. Woran hast Du Dich an Bord am schnellsten gewöhnt?

Eigentlich geht das meiste direkt fließend in die Bordroutine über. Ich kann schwer sagen, was davon am schnellsten von der Hand ging. Aber anders herum ist es einfacher zu beschreiben. Es gibt Dinge, an die musst Du Dich erst einmal gewöhnen. Die brauchen ein paar Tage. Z.B. das Loslassen der Annehmlichkeiten an Land. Ich habe, insbesondere auf der zweiten Etappe, fast bis zu den Kapverdischen Inseln, also etwa 4 Tage gebraucht, um richtig loslassen zu können und mich damit abzufinden, dass ich jetzt die kommenden 2-3 Wochen allein an Bord bin und keinen Kontakt nach Außen haben werde. Im Prinzip ist es so, dass Du nach den ersten gesegelten Stunden am liebsten in den nächsten Hafen fahren würdest, ein kühles Bier öffnen und etwas leckeres in einem Restaurant essen und mit Freunden plaudern würdest. Das richtig loszulassen und zu akzeptieren, dass Du die kommenden Wochen sowas mit niemandem Teilen kannst, das dauert und viel mir sehr schwer. Das fühlt sich fast wie eine Art Blockade im Gehirn oder extrem gesagt wie eine partielle Depression an. ;-)

Erzähl uns von dem Boot, mit dem Du unterwegs warst.

Mein Boot heißt „Go4it“ was so viel bedeuten soll wie „los…geh mit mir diesen harten, beschwerlichen Weg über den Atlantik und bring mich sicher darüber“ Die Go4it ist eine Classe Mini 6.50, ein für Hochseeregatten entwickeltes und speziell designtes Hochleistungsboot der zweiten Generation vom Typ Nacira. Soll heißen, es gibt sehr alte Boote der 1. Generation (z.B. Pogo 1, Dingo, Super Calin etc.), dann die Boote der 2. Generation wie meines (z.B. Nacira, Pogo 2, Dingo2, Argo oder RG 650) und zu Letzt die Boote der neuesten, also 3. Generation (z.B. Pogo3 oder Ofcet). Anhand dieser Einteilung kann man auch gut das Potenzial der Boote ableiten. Weitere Informationen über mein Boot und die Boote überhaupt findest Du auch auf meiner Homepage unter folgendem Link: http://andreasdeubel.com/?page_id=353

Welche drei wichtigen Tipps würdest Du einem Gleichgesinnten geben, der kurz vor seinem Mini Transat steht?

1. Genieße es in vollen Zügen.

2. Bereite Dich akribisch vor und nutze dafür vorhandene Netzwerke in der Klasse.

3. Lass Dich nicht abschrecken von dem harten Weg bis zum Start der Mini Transat…. Sie wird Dich entschädigen für alle Strapazen und Opfer die Du gebracht hast

Mit Deiner anschließenden Vortragsreihe hast Du sicherlich viele Menschen für Dein Abenteuer begeistert. Wie war hier das Feedback und was hast du aus den Vorträgen für Dich mitgenommen?

Ich bin selbst sehr überrascht über das durchweg positive Feedback das ich über meine Vorträge bekommen habe. Selbst denkst Du manchmal, dass der Vortrag vielleicht an einigen Stellen zu langatmig oder langweilig sein könnte, aber nun, nach diversen abgehaltenen Vorträgen, kann ich sagen es sind 2 Stunden geballte Emotion, Spaß und Überraschungen die meine Gäste von Anfang bis Ende mitgerissen haben. Aus diesem Grund habe ich auch entschieden im Winter 2018/2019 weitere Vorträge anzubieten. Die Termine und Veranstaltungsorte werde ich dann auf meiner Homepage www.andreasdeubel.com bekannt geben. Für mich mitgenommen habe ich insbesondere, dass es nie langweilig wird über seine Träume und Erlebnisse zu berichten. Ich könnte das jeden Tag machen :-) Vorher hatte ich Angst, dass die Luft irgendwann raus ist und man die Menschen nicht mehr begeistern kann, aber das war ein Irrtum.

Gibt es jetzt, nach dem Mini Transat, noch etwas, das du im Segelsport unbedingt erreichen möchtest?

Das ist eine sehr gute Frage auf die ich aktuell noch gar keine wirklich spruchreife Antwort habe. Eine Weltumseglung ist für viele der logische, dann folgende, Schritt. Ich selbst bin mir in dieser Hinsicht noch nicht sicher. Auf jeden Fall würde ich nochmal gern ein Transatlantik Rennen fahren. Sowohl solo, als auch double handed. Das Mini Transat ist wirklich eine der ganz besonderen Regatten die man wahrscheinlich immer mal wieder machen möchte, aber auch andere Regatten, wie z.B. das Transquadra oder die Route du Rum stehen noch auf der bucket list ;-)

Als erfahrener Segler kennst Du Dich mit vielen unserer Produkten sehr gut aus. Hand auf's Herz: Welches sind Deiner Meinung nach die zehn schlechtesten Produkte in unserem Sortiment?

Es gibt Dinge bzw. Artikel, die sollte man lieber nicht mit an Bord nehmen und naja, zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden. Meist handelt es sich hier um Artikel aus dem Sortiment Trekking Nahrung. Ganz oben auf der Liste der Dinge die ich ganz bestimmt nie wieder mit an Bord nehmen würde

Hier frage ich mich wirklich, ob überhaupt jemals ein „Mensch“ das vorher probiert hat? Ich kenne jedenfalls viele Segler die es ausprobiert haben und jeder hat seine ganz spezielle Abneigungsgeschichte zu diesem Artikel.

Extrem überwürzt, danach musst du erstmal 2 Liter Wasser trinken. Nicht nur um den Geschmack aus dem Mund zu bekommen, sondern weil es sich anfühlt, als hätte Dir das Essen die letzten Wasserreserven deines Körpers geraubt.

Auch dieses Essen der Marke Trek´n eat ist extrem überwürzt und salzig. Kaum genießbar.

Aber es gibt auch Produkte außerhalb von Nahrung, die in meinen Augen kritisch zu betrachten sind…und zwar:

Absolut ungeeignete Leiter um wieder ins Boot zu kommen. Viel zu wackelig und kurz.

Diese Art von Segelhandschuh sollte man lieber nicht kaufen, denn die Freude wird kurz sein. Bei Segelhandschuhen darf es auch etwas teurer sein, dafür stimmt dann auch die Qualität und Langlebigkeit.

Faltkanister sind eine tolle Idee, nur leider kenne ich keinen der auch robust und dauerhaft Dicht ist. Nach wenigen Einsätzen wird der Kanister undicht. Hände weg davon.

Diese Jacke ist eigentlich sehr schön, aber sie fällt leider sehr groß aus und ist sehr Schmutzanfällig. Außerdem sind die Bündchen an den Ärmeln aus Schaum welcher schnell einreißt.

Ungeeignete Ausreithose, da Sie einfach zu wenig geschlossen ist. Der Hüftgurt verrutscht zu schnell, sodass die Hose viel zu schnell aus Ihrer gedachten Position verrutscht. Hier lieber mehr Geld investieren und einen richtigen Neopren Longjohn als Ausreithose kaufen.

Ein schöner leichter Bootsschuh, nur leider absolut Wasserdurchlässig und schlecht in der Qualität. Das Material löst sich schnell von der Sohle.

Ein grundsätzlich sehr nützlicher haken um z.B. ein Segel mit einem Gummi zu sichern. Nur leider gehen diese Haken viel zu schnell kaputt wenn Sie an der Rundung belastet werden.

Und welches sind die zehn besten Produkte in unserem Shop?

Im Gegensatz zu dem schlechten Essen von Trek´n eat ist deren Vollmilchpulver sehr zu empfehlen. Einfach in eine Portion Müsli geben und mit Wasser vermischen, fertig. Einfach praktisch und toll wenn man keine Möglichkeit hat Milch kühl zu halten.

Wenn Du mal einen dreckigen Kratzer oder Streifen im Gelcoat hast und den wegpolieren willst geht das hiermit wie im Flug. Super Zeug.

Als Jollensegler habe ich diese Lösung geliebt. Einfach in die Auftriebstank Luke eindrehen und Dein Kleinkram auf der Jolle wie z.B. Schlüssel oder Portemonnaie sind Wassergeschützt und gehen nicht verloren.

Mit diesem Netz kann man nicht nur seine Reeling schließen, sondern auch im Schiff an der Bordwand tolle Staumöglichkeiten schaffen. Hat mir auf der Transat sehr geholfen im Boot Ordnung zu halten.

Dieser Fleece ist etwas ganz anderes als die herkömmlichen Fleece die man so kennt. Hier ist viel mehr Material vernäht, sodass dieser Fleece wirklich 100% Winddicht und atmungsaktiv ist und als echte Jacke durchgehen könnte. Wenn es kalt wird und man es so richtig schön muckelig haben will ist dieser Fleece das non plus ultra. Das Innenfutter fühlt sich durch sein strukturiertes Gewebe sehr angenehm an.

Mit diesem Sonnenhut bist Du gewappnet gegen jeden Sonnenstich. Auf meiner langen Atlantikquerung war dieser Hut mein bester Begleiter und hat sicher vor der Sonne geschützt. Dadurch das der Hut überhängt ist auch der Nacken gut geschützt.

Ein Traum von Jacke und durch die neonfarbenden Applikationen sehr modern. Ein echter Hingucker.

Diese Fleece Jacke ist ganz ähnlich wie die Fleece Jacke Snug, dafür aber deutlich leichter und im Innern mit einer glatten Polyester Beschichtung. Ich trage Sie sehr gern und die Passform ist sehr Figurbetont.

Diese Jacke trage ich fast täglich. Sie sieht nicht nur super stylisch aus, sondern ist durch ihr Fleece im Innern auch super angenehm zu tragen wenn es mal kalt wird. Im Gegensatz zum Musto Snug ist Sie auch sehr Preiswert und hält auch langfristig die Passform. Beim Musto Snug fand ich immer, dass dieser schnell ausleierte.

Diese Shorts ist genau richtig wenn es mal ein wenig nass an Deck ist, man aber gerne eine kurze Hose tragen möchte. An sehr heißen Tagen kommt man leicht ins Schwitzen mit dieser Hose, also ist sie eher was für Jollensegler oder für Touren an nicht ganz so super heißen Tagen.

 

 

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